Der Augenblick von dem meine Intuition nur eine winzige Vorahnung hatte war gekommen…

Du zogst mich eng an dich heran und legtest deine Arme fest um mich, ich spürte dich, ich roch dich sanft und angenehm, schloss die Augen und begann anzukommen.

Ich tauchte langsam tiefer und  tiefer, nur in mein Fühlen hinein und genoss deine umarmende feste Berührung.

Du hieltest mich lang und fest, deine Hand wanderte über meine Augen, du liest sie dort verweilen. Und zogst ein wenig meinen Kopf zu dir. Ich ließ alles geschehen, weil es sich gut anfühlte.

Du bandest mir eine Augenbinde um, die ich liebe, da sie mich noch tiefer abtauchen lässt.

Irgendwann begannst du meine Hände nach hinten zu fesseln und um meinen Oberkörper, dein Seil fest zu legen. Kurz spürte ich das Seil zu nah an meinem Hals der seine Geschichte hat… ich flüsterte es dir ins Ohr und du führtest das Seil tiefer. Ich war dir dankbar und mein Vertrauen wuchs.

Immer wieder hieltest du inne und mich fest, ich genoss es ganz tief, ließ mich fallen, mehr und mehr, denn du gabst mir Halt.

Wieder zogst du mich ganz fest an dich, nahmst mit einer Hand fest mein Kinn, zogst es vorsichtig ein wenig zur Seite zu deinem Kopf. Unsere Münder waren nur wenige Zentimeter auseinander und ich spürte deinen Atem. Irgendwann begann ich deinen Atem ein zuatmen, du gabst mir deinen Atem und ich atmete dich ein.

Dein Seil umschloss mich mehr und mehr fest und haltend, ich wurde hilfloser und hilfloser und wollte es voller Genuss genau so. Ich lieferte mich dir aus und fühlte wie sorgsam du mit mir, meinem Körper, besonders meiner Seele umgingst. Du drehtest und wendetest mich doch immer so vorsichtig, dass ich wunderbar ankam.

Du fesseltest meine Füße und Beine zusammen und ich gab mich dir und deinen Seilen einfach nur hin.

Immer wieder umarmtest du mich fest und gabst mir deinen Halt. Ich fühlte mich geborgen und behütet, sanft und fest zu gleich in dir und deinem Seil gebettet.

Ganz sanft und immer wieder begannen deine Finger meinen Körper ein klein wenig zu erforschen und zu streicheln. Du streicheltest meine Seele und ich konnte es einfach so zulassen.

Kräftige Griffe und sanfte wechseltest du oft ab, ich spürte wie du jegliche minimale Bewegung meinerseits beobachtetest, ich mochte beides unendlich und  meine innere Stimme sagte nur „ja“ (und einiges, was ich mich nicht auszusprechen traue ,-)

Kurz dachte ich irgendwann du wolltest mich ausbinden, doch dann merkte ich dass es nur ein Umbinden war und war beruhigt, denn ich wollte nicht raus aus deinen Seilen.

Du fesseltest meine Schenkel auseinander und legtest das Seil vorsichtig dazwischen, manchmal zogst du ein klein wenig dran ,-)

Die Reihenfolge weiß ich nicht mehr, denn ich war tief in meinem Fühlen.

Irgendwann hobst du mich komplett hoch und in deine Arme, ich lag wie ein Kind in ihnen, sanft gebettet und geborgen.

Du bewegtest und positioniertes meinen wehrlosen Körper immer wieder mit deiner Kraft, umarmtest mich immer wieder fest, liest deine Finger mehr und mehr wandern, zogst mein Kleid an der Schulter etwas herunter und ich spürte wie du meine  Haut spüren wolltest. Du nahmst dir was du wolltest und ich genoss es und liebte meine Hilflosigkeit dabei.

Mein Atem veränderte sich mehr und mehr und winzige Meereswellen durchfluteten berauschend schön meinen Körper. Einmal langst du etwas auf mir und ich genoss jede Berührung deines Körpers.

Dann saßt du und zogst mich mit gegrätschten Beinen ganz fest an dich, fast in dich. Mein Kopf lag auf deiner Schulter, ich drehte ihn und meine Lippen berührten deinen Hals. Du drücktest mich unendlich fest an dich und meine Lippen trauten sich ein winziges bisschen deinen Hals zu schmecken.

Immer wieder hieltest du lange in der festen Umarmung inne und ich spürte nur pure Geborgenheit.

Völlig ausgeliefert, hilflos und wehrlos fühlt sich meine Seele freier als je zuvor und überglücklich dich so nah in aller Langsamkeit zu spüren. Ich fühlte dein Herz pochen, ich fühlte ein winziges bisschen deine Seele, die so unendlich schönes zu schenken vermag.

Es kam mir vor wie viele Stunden in einem traumhaften Land der Geborgenheit. Irgendwann ganz ganz langsam löstest du nach und nach die Seile, immer wieder lange inne haltend in fester Umarmung.

Ganz langsam ging ich zurück mit dir, ich war völlig perplex und fassungslos, ich war in einem Land mit dir, was ich noch nicht kannte, dem Land der unendlichen Geborgenheit.

Irgendwann flüstertest du mir ins Ohr und das war erst der Anfang unseres Kennenlernens, mein Herz schlug Purzelbäume voller Glückseligkeit.

Lange hieltst du mich in deinen Armen fest, irgendwann nahmst du langsam die Augenbinde ab, doch schütztest meine Augen mit deiner Hand vor dem Licht. Irgendwann wickelten wir deine Seile gemeinsam auf, zurück in der Realität musste ich mich erst lange orientieren, die Menschen um uns räumten auf.

Ich war wortlos, glücklich und fühlte mich ganz weich.

Ich wusste nicht, was ich sagen sollte, ich war sprachlos…

Nun habe ich versucht Worte zu finden, doch nur ein wenig das Gefühl, dass sie aussprechen, was meine Seele fühlt. Sie kniet vor dir in Dankbarkeit und tiefer Freude auf die Fortsetzung unserer Reise, unseres Kennenlernens…

Ich habe keine Ahnung was mich erwartet, ich weiß und fühle nur, dass ich mit dir auf diese Reise gehen möchte…

3.10.2016

 

 

Foto: Detlef Bradel /www.detlef-bradel.de

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