Traue ich mich sie zu leben oder lasse ich sie nur träumen?

Du wärst der erste bei dem ich es versuchen würde, sie leben zu lassen, aus Liebe und weil du sie möchtest und weil sie in mir steckt und so wie sie ist geliebt werden möchte.

Ich träume, wir spazieren durch die Nacht, du gehst mit nur winzigem Abstand, 5 cm reichen,
hinter mir. Mehr Abstand möchte ich nicht, denn du sollst mir nah sein.

Du trägst mit Stolz das Halsband was ich dir schenkte und als ich es tat, knietest du nieder.
Doch so tief wollte ich dich nicht, also setze ich mich auf den Sessel, küsste dich und legte es dir um,
nahm deinen Kopf in meine Hände, küsste dich wieder und presste ihn an meine Brust mit tiefem Ausschnitt. Ich fühlte wie du mich einatmetest, mit unendlichem Genuss mich fast einsaugtest.

Wir spazierten durch die Nacht und du trugst dieses Halsband mit unendlichem Stolz.
Mit meinen hohen Schuhen war ich ein klein wenig größer als du, doch du bist der erste bei dem mich das niemals störte. Du schautest zu mir auf, doch ich niemals zu dir herab, den auch ich bin stolz auf dich. Ich reichte dir oben von der Kellertreppe die Hand und du nahmst sie. Ich entführe dich auf die Blumenwiese des Lebens und möchte dich zum Lächeln bringen.
Keine einfache Aufgabe aber mein tiefer Wunsch. Ich befehle dir die Augen auf zu machen und so lange nach etwas Schönem zu suchen in deinem Blickfeld, bis du etwas findest.
Du schaust mich an und lächelst.
Wie spazieren bei Mondschein durch die Nacht und kommen bei ausgesuchtem Event an.
Wir betreten die Räumlichkeiten, du nimmst mir elegant den Mantel ab und streifst dabei zärtlich an meinem Nacken vorbei und hängst ihn dann auf, wie der perfekte Gentleman, erst danach deinen eigenen. Wir gehen den Gang entlang, du wieder 5 cm hinter mir. Meine innere Diva stolziert an der Bar entlang, alle Blicke ignorierend, denn ich habe ja dich und seit du mein Halsband trägst, gehörst du mir, du hast dich mir geschenkt und ich nahm dieses Geschenk ganz vorsichtig und liebevoll, denn ich weiß es unendlich zu schätzen.

Ich suche uns eine schöne Ecke mit Sesseln aus und wir nehmen Platz. Menschen die dich ohne Halsband anders kennen schauen dich an, doch du schaust in dir ruhend und stolz auf dein Halsband, einfach glücklich aus und ich freue mich drüber, dass es dir so gar nicht peinlich ist.

Du stehst auf meine Bitte hin auf und holst uns einen Wein an der Bar, ganz selbstverständlich und den Stolz, mich an deiner Seite zu haben sieht man in deinem Lächeln. Du kommst mit dem Wein zurück, wir stoßen an und schauen und dabei tief und lange in die Augen. Ich hole mir eine Zigarette heraus und du hast schon das Feuerzeug bereit, um sie mir an zu zünden. Ich lehne mich am Sessel an, schlage die Beine übereinander, lasse dich dabei kurz erblicken, dass ich nicht drunter trage,  bedanke mich und lege liebevoll meine Hand auf dein Knie und du gibst mir die deine und schmunzelst über das was du ganz kurz sahst.

Wir verbringen den Abend, quatschen mit Bekannten, doch dein Blick ist immer mit halben Auge bei mir und liest mir jeden Wunsch von den Augen ab.

Irgendwann verabschieden wir uns, schreiten durch das Mondlicht durch die Nacht zum Auto und fahren nach Hause, du fährst selbstverständlich. Nachdem wir parkten, hältst du mir die Türe auf und reichst mir die Hand zum Aussteigen.

In der Nacht küssen wir uns innig und schlafen dann wie immer in Löffelchenstellung ein, denn ich brauche deine Wärme und genieße sie unendlich. Am nächsten Morgen küsst du mich zärtlich wach und hältst mich fest im Arm. Dann stehst du kurz auf, machst die Heizung an und uns Espresso, mir mit viel Zucker und einem Drittel frische Milch und bringst ihn mir zum Bett. Ich probiere ihn, sage „perfekt, nun weißt du, was ich am Morgen als erstes brauche“, lächle und schmunzle zu gleich, „hat ja auch lang genug gedauert“. Und nach zweidrittel des Kaffes, vernasche ich dich, weil du so lecker schmeckst und ich es am Morgen liebe und ich sehe auch, wie sehr du es genießt meine Lust zu befriedigen und mir deinen wundervollen Schwanz tief in mir schenkst.

Lange chillen wir so in den Morgen hinein, hören alte Lieder von Ella Fitzgerald, irgendwann sitzen wir splitternackt im Chaos der letzten Nacht am Frühstückstisch und lachen herzhaft da drüber, dass ich dich zwinge deinen Ordnungswahn für ein paar Stunden über den Haufen zu werfen. Ich genieße, das Frühstück, was du uns wundervoll kredenz hast und du lächelst, weil du merkst, dass Chaos im richtigen Augenblick auch höchst amüsant sein kann. Du siehst glücklich aus und ich freue mich da drüber.

Ab und an bewerfe ich dich mit kleinen Radieschen und du tust so ziemlich alles um sie mit deinem Mund aufzufangen, den du hattest die Anweisung zuvor und weißt, wenn du nur eines zu Boden fallen lässt, musst du zurück mit mir ins Bett. Wir lachen bis wir fast Bauchschmerzen bekommen über deine Auffangkünste und genau in dem Augenblick lässt du eines Fallen und schaust mich völlig schockiert an.

Ich stehe auf, verkneife mir das Lachen, auch wenn es mir verdammt schwer fällt, schaue ich dich ganz streng an, greife zur Augenbinde und lege sie dir an.  Ich führe dich zum Teppich und bringe dich zu Boden und befehle dir dort zu verharren. Ich hole die Seile und fessle dich streng völlig wehrlos… weil ich dich liebe…

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